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der Königstuhl Herr der Schleifringe |
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Das OriginalHEBA Historisches Eisenbahnarchiv |
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die Schleifringe |
Drei konzentrische Messing-Rohrabschnitte sollen mit isolierendem 2K-Kleber (mein Favorit ist „Stabilit Express“) zu einer „Schleifbahnscheibe“ gefügt werden. Die Ringabstände betragen 1 mm. Zwischen den Ringen habe ich jeweils drei entsprechend lange M1-Schrauben einschließlich passender Muttern angebracht, die zugänglichen Bereiche mit Klebstoff verfüllt, und nach dem Aushärten des Klebstoffs und dem Entfernen der Schrauben die verbliebenen Lücken geschlossen. Klingt simpel, und sollte es eigentlich auch sein, aber die Schrauben entwickelten ein ungeahnt zappeliges Eigenleben. Vielleicht wäre hier Sekundenkleber hilfreich gewesen, mit Azeton ist der ja leicht wieder zu lösen. Zu diesen drei leitenden Verbindungen zur Drehscheibenbühne gesellen sich die Laufkranzschiene und die Antriebswelle. Da der Antrieb unterhalb der Grube liegt, sollten fünf Leiter für die verbleibenden Funktionen
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von außen nach innen: h = 5 mm die Rohre gibt es bei |
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In den äußeren Ring werden sechs, zunächst noch überlange Beine aus 1 mm Messingdraht eingelötet. |
Beine aus Messingdraht |
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die Grundplatte |
Diese großen Messing-Karosseriescheiben bereichern die Schraubenabteilung fast jeden Baumarktes. Welchem Zweck sie eigentlich zugedacht sind – keine Ahnung. Abgesehen von der Dicke waren sie für meine Zwecke ideal geeignet. Die mir bekannten Zeichnungen und Abbildungen von Königstühlen haben eine Grundplatte, deren äußere Begrenzung aus einem Polygonzug besteht (die Grundplatte der 16m-Scheibe von 1900 ist sogar quadratisch). Ich habe meine rund gelassen – gefällt mir besser, und irgendein Vorbild wird sich schon finden lassen … Da ich keine Drehbank besitze und auch niemanden kenne, der ein solches Werkzeug sein eigen nennt, war Feilen zur Reduzierung der sichtbaren Plattenstärke angesagt. Ich habe den äußeren Rand auf etwa 1 mm Dicke verjüngt.
Detail GrundplatteHEBA Historisches Eisenbahnarchiv
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Messingscheibe Verjüngung des Scheibenrandes auf 1 mm Dicke Bohrungen innen Bohrungen außen |
Teilapparat |
Für solche Bohrungen entlang einer Kreislinie habe ich mir einen improvisierten Teilapparat gebaut: |
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Das Bohrfutter (mit metrischem Aufnahmegewinde) sitzt auf einem Bolzen (Schraube mit abgesägtem Kopf), der in das senkrechte Prisma eines Maschinenschraubstocks gespannt wird. Der Schraubstock liegt unter einem Bohrständer – im Idealfall auf einem Kreuztisch. Im Bohrfutter können Werkstücke bis 10 mm direkt gespannt werden, größere benötigen eine zentrische Bohrung, die einen Einspanndorn aufnimmt. Nach Verfahren des Werkstückes unter den Bohrer auf die Kreislinie können dann mit Hilfe der Skalenscheibe beliebige Winkelteilungen einfach, schnell und mit großer Genauigkeit eingestellt werden. |
Die Skalenscheibe ist ein transparenter Vollkreis-Winkelmesser Ø 150 mm aus dem Zeichenbedarf für Vermesser – daher leider in gon-Teilung (400) statt in grad (360). Damit ich die Skala ablesen kann, habe ich eine weiße Polystyrolplatte darunter gelegt. Um die Aufmerksamkeit auf die Kreisskala zu lenken, ist das Zentrum mit einer grauen Polystyrolplatte abgedeckt. Die stabilisierende Messingplatte unter dem Konstrukt war in ihrem früheren Leben der Fuß einer Nachttischleuchte, der zufällig passte … |
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Die Gesamtkomposition ohne Kreuztisch, Bohrständer und eingespanntem Werkstück. Der Schraubstock ist mit einer Baulänge von 290 mm ein ziemliches Trumm … Nach diesem Ausflug in die Werkstatt geht es weiter mit unserem eigentlichen Anliegen: |
Zum exakten Einstellen der Skalenscheibe dient die Spitze eines abgebrochenen 0,5 mm Schaftbohrers, der in einer Querbohrung einer Buchbinder-Schraube verschiebbar fixiert wird – verschiebbar, damit die Einstellnadel zum Einsetzen und Herausnehmen der Skalenscheibe zurück gezogen werden kann. |
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Zusammenbau
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Die Beinchen der Schleifringscheibe können jetzt durch die inneren Bohrungen der Grundplatte gefädelt werden. Ein Vierkantprofil in der Höhe des vorgesehenen Abstandes zwischen den Schleifringen und der Grundplatte sichert die Parallelität der beiden Bauteile. Nach dem Verlöten werden die überstehenden Beine abgeschnitten und verschliffen. In die äußeren Bohrungen werden Rohrabschnitte eingelötet. Drei dieser Rohre sind ausreichend lang, um mit etwas Überstand durch die Grundplatte der Grube zu reichen. Sie bekommen an den Enden ein Gewinde zur Verschraubung des Königstuhls mit der Grube. M1-Schrauben mit abgesägtem Kopf und Muttern werden in die Rohre gesteckt und stellen überzeugend die Ankerbolzen dar. |
Lichter Abstand zwischen Schleifringen und Grundplatte: Nachbildung der Augen für die Ankerbolzen: Ein Rohr mit solch dicker Wandung gibt es bei Ankerbolzen: |
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Die Krönung des Ganzen werden dann wohl die Andeutungen der Verstärkungsrippen sein, wobei ich noch nicht sicher bin, ob man sie überhaupt sehen kann, wenn endlich die Bühne darüber schwebt. |
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… mit Fundamentplatte und Antriebswelle |
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… angekommen am Bestimmungsort |
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ab hier geht's weiter
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der gegenwärtige Bauzustand, eingelegt in die Grube … |
Das Rohr der Antriebswelle wird später auf Oberkante Schleifringe oder zumindest etwas über Oberkante Mantelrohr wie in der Zeichnung ganz oben gekürzt. In das Rohr wird noch eine massive Welle eingelötet, dann ist auch Platz für den Kugelschleifer des inneren Rings. |
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… und solo |
Die Schleifringplatte wirkt ein wenig unegal. Das liegt daran, dass sich beim Einlöten der Beinchen in den äußeren Ring aufgrund zu starker Hitze das Innenteil ablöste. Ich hatte schlicht versäumt, das doch recht massive Messingteil zwischen den sechs Lötvorgängen ausreichend abkühlen zu lassen. Der innere Teil ist hier also nur lose und nicht ganz genau eingesteckt. Für die Handhabung ist das sogar ganz praktisch, ich muss ja noch eine leitende Verbindung der inneren Ringe „nach unten“ herstellen. Die Beinchen stehen leider nicht ganz so korrekt, wie ich mir das gewünscht hätte. Tut aber der Funktion keinen Abbruch, und sehen kann man es später eh nicht … |
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wird fortgesetzt |
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24.07.2010 |
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Start: Juni 2010 |