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die Drehscheibengrube |
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Die Drehscheibe mit starrem Träger erfordert eine tiefe trichterförmige Ausbildung der Grube, die beim Nachbau die erste Hürde aufwirft. Drehen aus dem Vollen ist hier angesagt, aus Aluminium, Multiplex – so konnte man des öfteren lesen. Doch für die wenigen unter uns, die nicht mal eben in den Keller gehen können, um einen 44-cm-Teller plan zu drehen, geht es mit etwas Stichsägeaufwand auch anders. Im Architekturmodellbau wird die Geländeform üblicherweise durch schichtweisen Aufbau der Grundplatte, den Höhenlinien des Vermessungsplanes folgend, dargestellt. Diese Bauweise habe ich für den Bau des Bodens der Grube adaptiert. |
Rohbau des Grubenbodens |
Rohbau des Grubenbodens aus aufeinander geleimten SperrholzringenIch habe meine ersten Baufortschritte nicht fotografisch festgehalten. Zur Verdeutlichung muss daher ein nachträglich gefertigtes 3D-CAD-Modell herhalten: der Rohbau des Grubenbodens aus aufeinander geleimten Sperrholzringen. Die Darstellung des Revisionskanals habe ich hier weggelassen. Ebenso die unten grau angelegten Fundamentkringel für Königsstuhl und Laufkranz – sollte jemand die Schichten nachzählen. |
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die Schichten |
alle Schichten des Grubenbodens auf einen BlickDie beiden grauen Kringel bleiben später sichtbar. Der kleine im Zentrum wird das Betonfundament des Königsstuhls darstellen, der große ganz außen das Fundament des Laufkranzes. Die nach links weisenden Schlitze sind der Revisionskanal. |
die Innenradien werden in 20-mm-Schritten größer: |
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die Schichten verleimt |
Aufsicht auf den Grubenboden
Schnitt, links durch den RevisionskanalIn diesem Bauzustand haben wir dann eine Terrassenausbildung ähnlich den Reisfeldern des asiatischen Kulturkreises. Eine europäische Drehscheibengrube entsteht aber sehr schnell, wenn man die Treppen mit einem beliebigen Holzfüller aus dem Baumarkt verspachtelt: |
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Wasserlauf und verspachtelte Schichten |
Aufsicht auf den Grubenboden mit den Randsteinen des Wasserlaufes
Schnitt nach der Verspachtelung der TreppenDie Kanten der Ringe bilden eine optimale Führung der Spachtelklinge. Für die exakte "Landung" am Grubenboden sollten vorher die Randsteine des Wasserlaufes eingebaut werden. Anschließend erfolgt eine Feinspachtelung mit z.B. Moltofill, die für die Darstellung einer Betongrube schon ausreichen müsste. Die grauen Fundamentringe werden später eingebaut. |
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Wasserlauf |
das Zentrum der Grube mit dem WasserlaufDie einzelnen Randsteine des Wasserlaufes, geschnitten aus dicker Pappe, habe ich ohne Unterbau direkt auf die Grundplatte geklebt.
WasserlaufDer Wasserlauf mit angrenzender Pflasterung. Das Fundament für den Königsstuhl ist eingebaut, und der weiter unten beschriebene Zentrierdorn ist bereits durch das Lager der Antriebswelle ersetzt. Mein erster Versuch, die Steine des Wasserlaufes mit feinem Sand zu verfugen, ging leider daneben. Die einzelnen Steine sind kaum noch ablesbar, und die Fugen müssen mühsam wieder aufgekratzt werden. |
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Ursprünglich ging ich davon aus, dass ich die Roste der Regeneinläufe selbst bauen muss, aber dann stieß ich auf das Ätzteil-Set „Gullydeckel“ von
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Revisionskanal |
der komplettierte RevisionskanalDas Entwässerungsgefälle des Kanalbodens wird mit einer dünnen Sperrholzplatte – bei mir sind es 1 mm – von der Grundplatte zur Oberkante der ersten Schicht steigend hergestellt. Unterfütterung mit Holz- oder Pappstreifen. Dann folgen die fehlenden Stufen aus Quadratstäben 6 mm × 6 mm. Das entspricht einer Auftrittsbreite von 27 cm und ist ok. Die Stufenhöhe mit dem gleichen Maß ergibt eine sehr steile Steigung (Haustreppen haben eine Stufenhöhe um 17 bis 18 cm). Für eine Arbeitsgrube zur damaligen Zeit mag es wohl angehen. Natürlich ist auch jede andere Steigung möglich, ich wollte die Treppe möglichst kurz halten. Wenn die seitlichen Kanalwände aus Mauerwerk bestehen sollen – wie bei mir –, spart man Zuschneidearbeit, wenn man die Kanalflanken vorher mit der entsprechenden Strukturplatte bekleidet. Zehntelmillimetergenauigkeit beim Zuschneiden ist nicht erforderlich, es folgt ja noch die Bekleidung der Rohstufen und die Pflasterung, mit denen die Fugen verdeckt werden. |
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Zirkel und Zentrierung |
Radien im Bereich bis 220 mm sind mit einem herkömmlichen Zirkel noch handhabbar. Ich wollte aber auch innerhalb des Modells die Kontrolle über die Zentrierung der einzelnen Bauteile haben. Also habe ich mir aus einem transparenten Kunststofflineal eine Art Stangenzirkel gebaut:
der DrehscheibenzirkelJede auszusägende Schicht erhielt im Zentrum eine Bohrung mit 6 mm Durchmesser, in der ein ebenso dicker Dorn senkrecht stehend verschraubt wurde. Der Dorn war eine Maschinenschraube mit langem Schaft – damit nicht Gewindegänge der Schraube die Bohrung des Lineals an der Nullmarke aufweiten konnten – und abgesägtem Kopf, um das Lineal jederzeit aufstecken und abnehmen zu können. Für die Bleistiftspitze wurde an den entsprechenden Stellen ein kleines Loch mit 1 mm Durchmesser gebohrt. 74 mm und 94 mm sind die Innenradien der beiden ersten Schichten über der Grundplatte. |
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wie geht es weiter? |
Dies war der Einstieg zum Baubericht Drehscheibe, Abteilung Grube. Es folgen noch
... und nach den vielen Zeichnungen zur Auflockerung schon mal weitere Fotos vom gegenwärtigen Bauzustand: Das Fundament für den Königsstuhl liegt, jetzt kann gegengepflastert werden. Der Kanal sieht, wie ich finde, auch schon ganz gut aus. Das Fundament für den Laufkranz fehlt noch, und auch die Steinsetzer müssen nochmal ordentlich ranklotzen. Aus dem oben beschriebenen Zentrierdorn ist ein kugelgelagertes Mantelrohr für die Antriebswelle geworden, um für die Arbeiten am Grubenrand den endgültigen Mittelpunkt festzulegen. Der kleine Krater rechts oben ist ein Unfall. Beim Bohren eines Sackloches für die Befestigung des Antriebes (von unten) war ich wohl irgendwie abgelenkt ...
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18.07.2010 |
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Start: JAN 2008 |
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