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Unterlagsplatten undHakennägel? |
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Solange ich mich mit den alten Oberbauformen beschäftige, war ich mir nicht sicher, ob Hakennägel auch in Verbindung mit Unterlagsplatten verwendet wurden. Das fand ich wichtig, weil Hakennägel im Modell viel leichter als Schwellenschrauben mit ihrem charakteristischen Vierkantaufsatz nachzubilden sind. In Lappland in Nordschweden, am Gleis der Inlandsbanan, fand ich die Antwort. Das war 2003. Ob allerdings die alten Preußen es wie die alten Schweden trieben – wer weiß. |
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Gleis der Inlandsbanan |
Zwei Nägel innen, ein Nagel außen, weiter Schwellenabstand – wie im Lehrbuch. Interessant ist auch der Bettungsfüllstoff. Schotter außen, Kies (und Sand?) zwischen den Schienen. |
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Kleineisen |
Kraftschlüssig fügen sich Schiene, Unterlagsplatte, Nägel und Schwelle zu der ihnen vorbestimmten Einheit. Aber ist das wirklich erforderlich? Es gibt doch nicht nur den schwebenden Schienenstoß, sondern auch den schwebenden Schienennagel: Hauptsache, die Schiene kann seitlich nicht weg, und das ist ja wohl gewährleistet. Wenn man langsam fährt, geht alles, solange man die Schienen nicht lose auf die Schwellen legt. Der hier sitzt wieder ganz ordentlich, wenn auch auf einer leicht angegriffenen Schwelle, während seine Kumpel auf dem nächsten Bild etwas beschwingt wirken: Die Frage, ob unsere Altvorderen Schienennägel mit Unterlagsplatten kombiniert haben, ist also hinreichend geklärt. Zumindest für die schwedischen Kollegen. Damit wäre dieses Kapitel eigentlich abgeschlossen. Die anderen Fotos, die ich an jener Stelle der Inlandsbanan gemacht habe, möchte ich aber auch noch unterbringen, denn sie sind nicht weniger reizvoll: |
Modellbau mit Bordmitteln: Die Platte wurde handgesägt und handgebohrt, denn Unterlagsplatten mit drei Löchern gab es noch nicht. Die Hakennägel sind kleine Messingnägel mit plattgedrücktem Kopf. Das Ergebnis des Versuches war eigentlich recht nett. Aber ein ganzes Gleis mit diesem Aufwand herstellen? Schüttel! Das Nageln ist schon schrecklich genug. |
Schienenstoß |
Die vordere Lasche sieht richtig gut aus, obwohl hier früher eine längere eingebaut war (Bohrungen im Schienensteg). Allerdings ist dem Konstrukt eine Unterlagsplatte abhanden gekommen.Diese Profile wurden wohl ursprünglich für den Stahlbau gewalzt ...Die Schienenstöße waren jeweils über drei eng liegenden Schwellen angeordnet. Die Ausbildung der Laschen hatte teilweise etwas ähnlich unbekümmert Leichtes wie der Umgang mit den Schienennägeln.
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merkwürdige Hakenbleche |
Und dann habe ich noch ein Detail entdeckt, dessen Bedeutung ich aber nicht verstehe. Welchem Zweck mögen wohl die beidseitig der Schwellenflanken angeordneten Hakenbleche dienen? Hakenbleche beidseitig einer Schwelledie Dinger von obenEs gab früher verschiedene Ausbildungen von Klemmlaschen, die das Wandern der Schienen infolge der Brems- und Anfahrkräfte verhindern sollten. Aber die Verbindung Schiene-Hakenblech scheint hier nicht kraftschlüssig zu sein. Und welchen Sinn macht das auf freier Strecke? Allerdings ist ein Telefon in der Nähe, wie man gleich sehen wird. |
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und wo war das? |
Das Teil vorne ist wohl ein Telefon, und auf dem Schild hinten steht 188Wer selbst nachsehen möchte: wenn das Schild mit der 188 die Kilometrierung darstellt, dann befinden wir uns 188 Kilometer südlich von Gällivare, dem nördlichen Endpunkt der Inlandsbanan. Die Kilometrierung des Streckenverlaufs wird im
Der Beschluss, den Streckenabschnitt Vilhelmina-Gällivare zu bauen, wurde im Jahre 1917 gefasst. Da neigte sich in Deutschland die Zeit der Länderbahnen gerade ihrem Ende entgegen. Die Fertigstellung der Gesamtstrecke zog sich bis 1937 hin. |
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18.06.2010 |
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Start: Dezember 2007 |